Baubewilligung: Vorsicht Vorschrift!

Braucht es eine Baubewilligung, wenn man ein kleines Gartenhäuschen aufstellt? Grundsätzlich gilt: Fast alle Bauten und Umbauten müssen bewilligt werden. Denn für praktisch alle Bauten und Umbauten sind Brandschutzvorschriften, Bau-, Umwelt- und Energiegesetze einzuhalten.

Hauseigentümer Walter Meier (Name geändert) hat das hübsche Gartenhaus aus dem Baumarkt auf den ersten Blick gefallen. Das Modell aus Massivholz kostete 3’000 Franken, hat ein echtes Dach und erst noch einen praktischen Unterstand für Fahrräder. Im Nu stellte Walter Meier zusammen mit einem Kollegen das Gartenhäuschen auf seinen Rasen. Er fiel aus allen Wolken, als ein Nachbar reklamierte: «Haben Sie überhaupt eine Bewilligung der Gemeinde eingeholt?»

Viele Leute unterschätzen das Thema Baubewilligung – und die ganze Komplexität von Bau- und Zonenordnungen, Brandschutzvorschriften, Grenzabständen und Gebäudehöhen. Im Zweifelsfall gilt: Gehen Sie immer davon aus, dass bei bauliche Massnahmen das zuständige Bauamt bzw. die Gemeinde zu kontaktieren ist.

Nur kleine Häuschen sind bewilligungsfrei

Im Fall von Walter Meier ist der Fall klar: Das Häuschen ist 2,60 Meter hoch und hat eine Grundfläche von 12 Quadratmetern. Und der Nachbar beschwert sich zu Recht: Selbst ein Häuschen mit diesen Massen bedarf einer Baubewilligung. Die meisten kantonalen Baugesetze regeln, welche Kleinbauten von einer Baubewilligung ausgenommen sind.

Im Kanton Zürich gilt zum Beispiel, dass Kleinbauten von nicht mehr als 2,50 Metern Höhe und nicht mehr als sechs Quadratmetern Bodenfläche ausgenommen sind. Die Stichprobe für den Kanton Bern: Hier sind es auch höchstens 2,50 Meter Höhe, jedoch eine Grundfläche von zehn Quadratmetern. Doch Vorsicht: In Kernzonen mitten im Dorf, im Rahmen des Denkmal- oder Brandschutzes müssen oft sogar Kleinstbauten von der zuständigen Behörde bewilligt werden!

Nehmen wir ein anderes Beispiel: Ein überdachter Wintergarten unterliegt in aller Regel dem ordentlichen Baubewilligungsverfahren. Kriterien sind meist Grösse, Höhe, Breite etc. sowie eine Überdachung. Erst recht ist der Gang zur zuständigen Behörde angezeigt, wenn der Bau oder Anbau beheizt und dauernd genutzt respektive bewohnt ist.

«Do it yourself»  ist gross im Trend – doch bevor Sie mit Hammer und Bohrmaschine ans Werk gehen, sollten Sie sich genauer mit dem Thema Baubewilligung auseinandersetzen.

Vorsicht Vorschriften: Das Bauen in der Schweiz ist in vielen Paragraphen geregelt. Kleine Gebäude ab einer Höhe von 2,50 Metern bedürfen meist einer Baubewilligung. (Bild: Gartenhaus.ch)

Baubewilligung: Unzählige Vorschriften und Gesetze

Sandra Markovic, Gemeindeschreiberin in Oberglatt (ZH), nennt ein weiteres Beispiel: «Energetische Sanierungen an Gebäuden sind grundsätzlich bewilligungspflichtig.» Wollen Sie also zum Beispiel die Wärmedämmung verbessern oder eine Wärmepumpe installieren lassen, ist vorgängig die Gemeinde bzw. die zuständige Behörde zu kontaktieren.

Nebst vielem anderen sind auch Ausnützungsziffern, Gebäudehöhen, Grenzabstände, Denkmal- oder Ortsbildschutz sowie vordefinierte Nutzungen zu beachten. Hinzu kommen Umwelt- und Lärmschutz oder auch die Luftreinhalteverordnung für Heizanlagen.

Weiter müssen Sie davon ausgehen, dass alle grösseren Eingriffe und insbesondere Änderungen der Nutzung den Gang zur Behörde voraussetzen. So ist der Badzimmer- oder Küchenumbau zwar meist nicht bewilligungspflichtig. Eine Baubewilligung braucht es aber, wenn Sie zum Beispiel Grundrisse verändern, einen Nebenraum zu einem beheizten Wohnraum machen, oder wenn Sie eine Wohnnutzung in eine gewerbliche Nutzung umwandeln wollen.

Weiter sollten Sie beachten, dass je nach Kanton, Gemeinde oder Stadt und dann je nach Zone individuelle Spielregeln gelten (Kernzone, Wohnzone, Gewerbezone). Das gilt übrigens ganz besonders auch für Standorte ausserhalb der Bauzone: Weil durch Bauten das Landschaftsbild oder die zulässige Nutzung tangiert sein könnten, sind ausserhalb der Bauzone nicht einmal Kleinbauten bewilligungsfrei möglich.

Baubewilligung nötig? Eine neue Küche oder eine „Pinselrenovation“ innen setzen keine Baubewilligung voraus. (Bild: Pixabay)

Wann sind keine Formulare auszufüllen?

Ein erstes Fazit: Wirklich bewilligungsfrei ist nur wenig. Dazu eine Auswahl:

  • Malerarbeiten und reine «Pinselrenovationen» im Innern von Gebäuden, meist auch ein Neuanstrich der Fassade, wenn dadurch die Farbgebung und das äussere Erscheinungsbild nicht verändert werden,
  • offene, ungedeckte Gartensitzplätze,
  • Brunnen, Teiche, künstlerische Plastiken oder ein Sandkasten im Garten,
  • Austausch von Fenstern (wenn das äussere Erscheinungsbild nicht verändert wird und keine spezielle Bestimmungen wie Lärmschutz zu beachten sind),
  • kleinere Zäune, Einfriedungen, Sichtschutz und Mauern, soweit sie eine gewisse Höhe nicht überschreiten,
  • der normale Gebäudeunterhalt (Reparaturen, Dachrinnen oder Dach reparieren, Service und Unterhalt von Geräten und Anlagen, Erneuerung von Oberflächen und Materialien etc.).

Was gilt bei Photovoltaik auf dem Dach?

Seit das revidierte Raumplanungsgesetz in Kraft ist, brauchen PV-Panels auf dem Dach keine Baubewilligung. Es erübrigt sich auch, dass sie der Bauherr wie eigentliche Bauvorhaben am Gebäude aussteckt. Von Sonderfällen abgesehen (Gebäude unter Schutz, Lage in Kernzonen), genügt es, die PV-Anlage bei der Gemeinde zu melden. Wörtlich heisst es dazu: Das abgekürzte Verfahren bezieht sich auf Solaranlagen auf Dächern, die «genügend angepasst» sind.

Grundsätzlich muss sich der Hauseigentümer respektive sein Planer bemühen, dass die PV-Anlage gut ins Ortsbild passt. Das heisst etwa, dass die Panels nicht über die Dachränder hinausreichen dürfen. Doch selbst für viele Altbauten und unterschiedlichste Dachformen finden Sie heute auf dem Markt zig verschiedene Varianten.

Baubewilligung: Was Bausündern blüht…

Wer sich nicht an die Spielregeln hält, muss mit weit reichenden Folgen rechnen. Gemeindeschreiberin Sandra Markovic sagt dazu: «Es ist in jedem Fall ein nachträgliches, baurechtliches Verfahren durchzuführen.» Sofern das Projekt grundsätzlich bewilligungsfähig ist, wird die Gemeinde eine nachträgliche Baubewilligung erteilen. Ein vorsätzlicher Verstoss gegen das Planungs- und Baugesetz sei strafbar. Denkbar sei auch eine Verzeigung an den Statthalter.

Bussen gegen Bausünder sind in der Praxis selten. Was aber weit unangenehmer sein kann: Wenn die Behörde die getroffenen Massnahmen nicht bewilligt, sind sie rückgängig zu machen. Walter Meier blüht also folgendes unangenehmes Szenario: Mit seinem vermeintlich kleinen Gartenhaus bekommt er nicht nur Ärger mit den Nachbarn, sondern auch noch mit der Gemeinde!

Checkliste Baubewilligung:

  • Von geringfügigen Kleinbauten abgesehen (siehe oben) sollten Sie grundsätzlich im Voraus das Gespräch mit dem zuständigen Bauamt suchen. Die Fachleute von der Behörde können Sie auch zu Ihren Plänen beraten. Das hilft, inhaltliche Schwächen oder Probleme zu erkennen. Die Behörde weiss auch bestens Bescheid, ob Sie allenfalls noch weitere Stellen einbeziehen müssen (andere kommunale oder kantonale Ämter etc.).
  • Bei der Gemeinde erhalten Sie das offizielle Formular für das Baubewilligungsgesuch. Damit sind Sie bzw. Ihr Architekt genau im Bild, welche Informationen und weiteren Pläne und Unterlagen verlangt sind. Dazu gehören zum Beispiel der Grundbuchauszug, ein Situationsplan (amtlicher Katasterplan) und Projektpläne im Massstab 1:100 (Grundriss, Fassadenschnitte).
  • Wenn keine besonderen behördlichen Auflagen oder Interessen von Nachbarn tangiert sind, wird das Vorhaben im vereinfachten Anzeigeverfahren abgewickelt. So sind keine Einsprache möglich, und das Vorhaben wird auch nicht öffentlich ausgeschrieben.
  • Bei einem ordentlichen Baubewilligungsverfahren wird das Vorhaben öffentlich ausgeschrieben und meist auch vor Ort ausgesteckt. Die Behörde prüft, ob alle gesetzlichen und sonstigen Vorschriften eingehalten sind. Zudem bietet das ordentliche Verfahren Nachbarn die Möglichkeit, sich darüber zu informieren und gegebenenfalls ihre Interessen zu vertreten.
  • Die Fristen und Verfahrensdauern sind je nach Gemeinde und je nach Fall sehr unterschiedlich. Einsprachen von Nachbarn und weitere Abklärungen bei kantonalen Fachstellen oder unvollständige Unterlagen können zu zeitlichen Verzögerungen führen.
  • Sie haben erst dann grünes Licht, wenn der Entscheid der zuständigen Behörde rechtskräftig ist – wenn also die entsprechende Baufreigabe vorliegt.

Rund um Baubewilligungen ranken sich viele Vorurteile und Geschichten von einem „Ämtermarathon.“ Am besten fahren Sie, wenn Sie alle wichtigen Fragen im Voraus klären. (Bild: fotolia)

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Kreditantrag: «Was kann ich mir leisten?»

Bevor Sie gegenüber Verkäufern oder Immobilienfirmen irgendwelche Zusagen machen, sollten Sie zuerst gründlich budgetieren und gut planen. Im Folgenden das Wichtigste zum Thema Kreditantrag für eine Hypothek.

«Nur noch Reiche können sich ein Haus leisten.» So und ähnlich lauteten neulich einige Medienartikel. Tatsache ist, dass die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen gestiegen sind. Eigentumswohnungen kosten im Schweizer Durchschnitt etwa 700’000 oder 750’000 Franken. Für freistehende Häuser müssen die Käufer sogar noch tiefer in die Tasche greifen.

Dabei geht etwas vergessen, dass sich der Markt, von einigen «Hot Spots» abgesehen, entspannt. Bauland im Kanton Zürich kostet nach aktuellen Markterhebungen öfters 2’000 Franken und mehr pro Quadratmeter. Im Mittelland oder in der Ostschweiz finden Sie aber auch noch Bauparzellen für 200 oder 250 Franken pro Quadratmeter (eingezontes Wohnbauland).

Mögliches Eigenkapital

Um eine Hypothek einer Bank zu bekommen, gelten heute strenge Anforderungen. Nach den aktuellen Mindeststandards der Bankiervereinigung muss ein Kunde mindestens 20 Prozent eigene Ersparnisse einbringen. Eine gewisse «Finanzspritze» ist noch möglich, wenn der Kunde über Guthaben in der Säule 3a oder über Vorsorgeguthaben seiner Pensionskasse (PK) verfügt. Als Eigenkapital infrage kommen vor allem: Geld auf dem Giro- und Sparkonto, Erlös aus Wertschriften, Auflösung einer Lebensversicherung, Erbvorbezug oder Schenkung, wie erwähnt Vorsorgeguthaben (PK oder Säule 3a).

Beachten Sie, dass gemäss den erwähnten Mindeststandards mindestens ein Eigenkapitalanteil am Kaufpreis von 10 Prozent nicht über PK-Geld abgedeckt werden kann. Das heisst, mindestens 10 Prozent müssen «hartes» Eigenkapital darstellen (also auch keine weiteren Darlehen von Verwandten oder Freunden, die rückzahlbar sind).

Weiter sind die Anforderungen beim Einkommen hoch. Die Eigenheimkosten, die Sie dabei budgetieren müssen, dürfen höchstens ein Drittel Ihres aktuellen Bruttoeinkommens ausmachen. Dabei werden in der Tragbarkeitsrechnung nicht die aktuell tiefen Zinsen eingesetzt. Es gilt ein langfristiger Durchschnittszins von 5 Prozent. Dies verstehen die Banken als eine Art «Stresstest» für die Hypothek.

Kreditgesuch in fünf Schritten

Im Wesentlichen umfasst dieser Prozess fünf Schritte:

Schritt 1: Erst rechnen, dann kaufen

Bevor Sie gegenüber Maklern oder Immobilienfirmen irgendwelche Zusagen machen, sollten Sie daher gründlich planen und ein Budget aufstellen. Einen Hypothekenrechner finden Sie auf homegate.ch. Das Traumobjekt muss im Rahmen Ihrer Finanzmittel und Ihres Einkommens gut tragbar sein.

Schritt 2: Partner wählen

Das Geschäft mit Hypotheken ist bei den Banken und anderen Anbietern heute sehr gesucht. Hinzu kommen die neuen Kanäle dank Digitalisierung und Internet. Überlegen Sie sich, welcher Anbieter zu Ihnen passt. Manche Darlehensgeber ausserhalb des klassischen Bank- und Finanzbereichs mögen kurzfristig konkurrenzfähig sein. Eine Immobilienfinanzierung muss aber auf längere Sicht angelegt sein.

Im Zeitalter der Digitalisierung und Vergleichsplattformen sind die meisten Leute gut im Bild. Und sie sind zu Recht preissensibel – was kostet zum Beispiel per Stichtag eine 5-jährige Festhypothek? – Informieren Sie sich, was aktuell marktübliche Konditionen sind.

Früher führte kein Weg daran vorbei, in einer Bankfiliale zu erscheinen und sich persönlich vorzustellen. Heute haben Sie die Wahl, den ganzen Prozess des Kreditantrags und die Eingabe von Eckdaten bequem online abzuwickeln. Sie sollten sich aber vorgängig vergewissern, ob die Online-Finanzierung eher im Sinne der Akquisition online abläuft, oder ob Sie die Hypothek tatsächlich auch online beantragen und verwalten. Die homegate.ch Online-Hypothek deckt dieses Bedürfnis umfassend ab. Die Erstfinanzierung beim Kauf, ebenso spätere Anschlussfinanzierungen oder Aufstockungen sind hier online möglich. Bei einem Online-Abschluss profitiert der Kunde von vorteilhaften Konditionen und einem effizienten Prozess. Wenn der Kunde alle Objektangaben und Unterlagen bereit hat, kann der Kreditantrag in rund einer Stunde erfasst werden.

Schritt 3: Hypothekarmodell wählen

Welche Zinsen Ihnen verrechnet werden und in welchem Mass die finanzielle Belastung im Lauf der Jahre schwanken könnte, hängt von Ihrer Hypothekarstrategie ab. Meist unterscheidet man zwischen den Varianten «sicherheitsorientiert», «ausgewogen» und «dynamisch». Wer grossen Wert auf Planbarkeit und Sicherheit legt, wird sich mit Vorteil für Festhypotheken entscheiden (sicherheitsorientiert). Wer etwas höhere Risiken eingehen will und kann, wird meist noch Geldmarkt- oder Liborhypotheken beimischen. Diese Hypotheken sind meist zinsgünstig, aber mit höherem Risiko für Schwankungen verbunden. Da der Referenzzins Libor ab 2020 nicht mehr wie bisher verfügbar sein wird, ist die Zukunft für solche Finanzierungen noch offen.

Schritt 4: Kreditgesuch einreichen

Ein Kreditgesuch ist eine formelle Angelegenheit. Die entsprechenden Abteilungen der Banken sind gehalten, sämtliche Unterlagen sehr sorgfältig zu prüfen. Sie müssen also für diesen Prozess genügend Zeit einplanen und alle Unterlagen bereithalten. Die wichtigsten Punkte für Ihr Kreditgesuch:

  • Pass- oder Identitätskarte
  • Dokumente zu Ihrem Einkommen und zu Ihrem Vermögen (Steuererklärung, Lohnausweis, Pensionskassenausweis, Versicherungspolicen, Nachweis über Sparkonti und Wertschriften etc.)
  • genauere Umschreibung des Verwendungszwecks und Angabe der gewünschten Höhe des Kredits.
  • Aktueller Betreibungsregisterauszug
  • Detaillierte Unterlagen zur Liegenschaft respektive zur Eigentumswohnung: Standort und Adresse, Wohnfläche, Baubeschrieb, Grundbuchauszug, Katasterplan, Unterlagen der Gebäudeversicherung, Fotos und Pläne des Objekts usw.
  • Im Einzelfall sind teils zusätzliche Unterlagen und Abklärungen nötig. Im Fall von Stockwerkeigentum können weitere Unterlagen angefordert werden, etwa die Begründungsurkunde des Stockwerkeigentums, Aufteilungspläne der Stockwerkeinheiten, Wertquoten oder das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft.
  • Bemerkung zur homegate.ch Online-Hypothek: Der Kunde muss die ID respektive den Pass im Original zeigen. Das kann aber z. B. auch über die SBB erfolgen. Es ist nicht zwingend, an einem Bankschalter zu erscheinen. Bei den restlichen Unterlagen reichen Kopien.

Schritt 5: Ausstellung Kreditvertrag

Ein weiterer Meilenstein ist die Anfertigung des Kreditvertrags. Parallel dazu müssen Sie die vereinbarten Eigenmittel bereithalten. Dabei sind noch einige Formalitäten zu beachten:

Erst aufgrund dieser Grundlagen stellt die Bank das unwiderrufliche Zahlungsversprechen für den Kauf aus. Dieses wichtige Dokument wird vom Verkäufer im Rahmen der Unterzeichnung des Kaufvertrags und bei der öffentlichen Beurkundung eingefordert. Sobald der Kaufvertrag rechtsgültig unterzeichnet ist, und wenn Sie danach als Eigentümer im Grundbuch eingetragen sind, ist der Kauf Ihres Traumobjekts Tatsache geworden!

Online Home Market Analysis (OHMA): Nachfrageboom nach Einfamilienhäusern ist nicht zu bremsen

Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern befindet sich aktuell auf einem Höchststand. Mit über 34’000 ausgeschriebenen Einfamilienhäusern sind knapp 6’000 Objekte mehr verfügbar als noch im Jahr 2015 (+17%). Gleichzeitig ist die durchschnittliche Insertionszeit auf Schweizer Online-Immobilienportalen trotz des höheren Angebotes auf 81 Tage gesunken (2016: 104 Tage), was die enorm hohe Nachfrage erklärt. In der Region Zürich gehen die Häuser am schnellsten weg (nach 48 Tagen), während die Einfamilienhäuser in den Regionen Waadt/Wallis (90 Tage) und Tessin (92 Tage) fast doppelt so lange inseriert werden müssen. Dies zeigt die Online Home Market Analysis (OHMA) von homegate.ch in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich.

  • Deutliche Abnahme der Insertionszeiten in sieben von acht Regionen
    Die durchschnittlichen Insertionszeiten der ausgeschriebenen Einfamilienhäuser waren in fast allen Regionen in der Berichtsperiode mit 81 Tagen teilweise deutlich tiefer als im Vorjahr. Einzig in der Ostschweiz verlängerte sich die Insertionszeit geringfügig.
  • Zunahme der Anzahl inserierter Einfamilienhäuser mit Ausnahme der Region Genf
    In annähernd allen Gebieten der Schweiz wurde eine markante Zunahme (+10%) der angebotenen Einfamilienhäuser registriert. Lediglich in der Region Genf war die Zahl erneut deutlich rückläufig.
  • In fünf von acht Regionen stockt der Absatz von Luxusobjekten
    Im obersten Preissegment, über CHF 2.5 Mio., wurden in fünf Grossregionen teilweise markant längere Insertionszeiten registriert. In der Innerschweiz, Genf und Nordwestschweiz hingegen verkürzten sich die Insertionszeiten in dieser Kategorie.
  • Markante Unterschiede der Angebotspreise je nach Region
    Am teuersten wurden die Einfamilienhäuser mit Preisen von CHF 10’300 pro Quadratmeter Wohnfläche in der Region Genf angeboten. In den zwei preiswertesten Gebieten Ostschweiz und Espace Mittelland wurde pro Quadratmeter mit CHF 5’600 nur rund die Hälfte gefordert.

Gründe für den Boom von Einfamilienhäusern

Nach dem Erreichen eines Höchststandes der durchschnittlichen Insertionszeit von 104 Tagen im Jahr 2016 reduzierte sich 2018 die Insertionszeit auf 81 Tage (kumulierter Rückgang seit 2016: -22%), was in Kombination mit dem höheren Angebot die anhaltend steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern dokumentiert. Die Nachfrage scheint trotz einer merklich gestiegenenWohneigentumsquote (auf knapp 40%), der 2014 eingeführten deutlichen Verschärfung der Regulierungenzur Hypothekarfinanzierung sowie rekordhohen Eigenheimpreisen nicht zu bremsen. Prof. Dr. Ilg vom Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft sieht drei Gründe für diese erstaunliche Entwicklung: «Erstens fiel 2018 das gesamtwirtschaftliche reale Wachstum mit 2.5% so hoch aus wie seit acht Jahren nicht mehr. Zweitens haben sich die Befürchtungen, dass die Zeit der Negativzinsen bald zu Ende geht, verflüchtigt. Die ausserordentlich tiefen Hypothekarzinsen bleiben noch länger bestehen. Drittens ist Sparen aufgrund der tiefen Zinsen nach wie vor uninteressant.»

Einfamilienhäuser in den Regionen Zürich und Nordwestschweiz finden am schnellsten einen Käufer

Mit durchschnittlich nur 48 Insertionstagen liessen sich 2018 Einfamilienhäuser in der Region Zürich am schnellsten verkaufen, wobei der Rückgang der Insertionszeit um fünf Tage im Vergleich zur Vorperiode bescheiden ausfiel. Platz zwei erreichte mit 64 Insertionstagen die Nordwestschweiz. Am anderen Ende der Skala lag das Tessin, allerdings mit deutlich verkürzten Insertionszeiten von 92 Tagen im Vergleich zu 123 im Vorjahr. Stark reduziert haben sich auch die Ausschreibungszeiten  in der Innerschweiz (-24 Tage). Als einzige Region zeigte die Ostschweiz eine Zunahme der Insertionszeit um drei auf 67 Tage, wobei dieser Wert weiterhin deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 81 Tagen lag.

Zeitgleich mit der Reduktion der Insertionszeit stieg, mit Ausnahme der Region Genf, das Angebot an Einfamilienhäusern stark an. Besonders kräftig nahm die Anzahl inserierter Einfamilienhäuser im Tessin zu, gefolgt von der Nordwestschweiz und Zürich.

Die gleichzeitige Betrachtung der veränderten Insertionszeiten und der Zahl inserierter Objekte lässt Rückschlüsse auf die Nachfrageänderung nach Einfamilienhäusern zu: Alle untersuchten Regionen liegen im Dreieck der zunehmenden Nachfrage, mit Ausnahme der Region Ostschweiz (siehe Abbildung oben).

Steigendes Preisniveau, aber weiterhin starke regionale Preisunterschiede

Die mit Abstand höchsten durchschnittlichen Preise für Einfamilienhäuser wurden erneut in der Region Genf verlangt. In den suburbanen Gemeinden dieser Region wurde ein Quadratmeter Wohnfläche im Durchschnitt für CHF 10’300 angeboten (2017: CHF 10’200). Gut die Hälfte, rund CHF 5’600, kostete der Quadratmeter im Berichtsjahr in den Agglomerationsgürteln in den Städten der beiden preiswertesten Regionen, Espace Mittelland und Ostschweiz. Im Mittelfeld befinden sich die Regionen Nordwestschweiz (2018: CHF 6’600 pro Quadratmeter Wohnfläche; 2017: CHF 6’400) und Waadt/Wallis (2018: CHF 7’500 pro Quadratmeter Wohnfläche; 2017: CHF 7’200).

Möbel einlagern: Welche Möglichkeiten gibt es?

Zu viele Möbel aber zu wenig Platz? Dann ist es an der Zeit, Ihre Möbel einzulagern. Hier erfahren Sie, wo und wie Sie dies am besten tun können.

Von der mehrmonatigen Weltreise über die räumliche Verkleinerung nach dem Auszug der Kinder bis hin zu antiken Erbstücken, die einfach nicht zum Rest des Mobiliars passen wollen: Es gibt etliche Gründe, warum die Einlagerung von Möbeln äusserst praktisch ist. Gut, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, Ihre Einrichtung sicher unterzubringen!

Wonach müssen Sie sich auf die Suche machen?

Damit Sie auch das beste Angebot zur Einlagerung Ihrer Möbel finden, sollten Sie sich im Voraus über folgende Punkte Gedanken machen:

– Wie lange möchten Sie die Möbel zwischenlagern?
– Wieviel Platz benötigen Sie?
– Wünschen Sie, dass Ihre Dinge jederzeit für Sie zugänglich sind?
– Sollen Ihre Möbel versichert und das Areal bewacht werden?
– Wie viel darf die Einlagerung kosten?

Nachdem Sie sich über Ihre Bedürfnisse im Klaren geworden sind, können Sie sich nun auch für die für Sie passende Möglichkeit entscheiden.

Die günstige Variante: Einlagerung bei Freunden

Insbesondere dann, wenn Sie Möbel nur für einen kürzeren Zeitraum einlagern möchten, bietet es sich an, Ihre Einrichtung bei guten Freunden oder bei der Familie unterzubringen. So eignet sich beispielsweise der elterliche Estrich bestens – vorausgesetzt, dass Ihr Besitz dort weder Feuchtigkeit noch grösseren Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.

Diese Variante der Einlagerung von Möbeln ist wohl die kostengünstigste, da es eher unwahrscheinlich ist, dass Sie Ihren Freunden oder der Familie etwas für diesen Service bezahlen müssen. Vermeiden Sie jedoch, Ihre Dinge bei mehreren Personen einzulagern, denn dann können Sie leicht den Überblick darüber verlieren, was sich wo befindet.

Lagerboxen für Kleinmaterial und als Archiv

Nicht nur Möbel benötigen Platz, sondern auch wichtige Dokumente und Akten; schliesslich müssen diese 10 Jahre lang aufbewahrt werden. Hierfür eignen sich kleine, gesicherte Boxen, die in klimatisierten Räumen eingelagert werden können, sodass Ihre Akten keinen Schaden nehmen.

Selfstorage – flexibel und immer zugänglich

Äusserst beliebt zum Einlagern von Eigentum sind die sogenannten und mittlerweile zahlreichen Selfstorage-Anbieter. Hier lassen sich Lagerräume in den unterschiedlichsten Grössen ganz unkompliziert online buchen. Die Lagerräume sind in der Regel sauber, trocken und beheizt sowie alarmgesichert.

Die Preise für das Selfstorage variieren je nach Anbieter, Grösse, Standort und Vertragsdauer. Der Vorteil des Selfstorage ist, dass Ihr Lagerraum entweder per Code oder per Schlüssel jederzeit zugänglich ist und anderen Mietern keinen Einblick erlaubt.

Bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden, sollten Sie sich noch folgende Fragen stellen: Ist der Lagerraum gut für Sie erreichbar? Können Sie gegebenenfalls mit dem Auto bis zur Tür fahren, und gibt es einen Lastenaufzug, um schwere Möbel leicht bis zum Selfstorage-Raum transportieren zu können?

Einige Tipps zum Einlagern: Denken Sie daran, beim Befüllen des Lagerraums Abstände zu den Wänden zu lassen, damit sich dort keine Feuchtigkeit bilden kann. Auch bietet es sich an, den Boden zum Schutz der Möbel entweder mit Zeitung, Decken oder einem Teppich zu bedecken. Und damit Sie am Schluss auch alles wiederfinden, empfiehlt es sich, alle Kisten zu nummerieren und im Selfstorage-Raum eine Liste mit den Nummern und dem Inhalt aufzuhängen. So haben Sie auch immer alles wieder rasch zur Hand, wenn Sie es brauchen.

Lagerung durch die Profis

Wenn Sie weder Zeit noch Lust haben, Ihre Möbel und Kisten selbst zu transportieren und einzulagern, können Sie dies professionell von einer Umzugsfirma erledigen lassen. Die Firma lagert Ihr Mobiliar anschliessend in einem von ihr betriebenen Lagerhaus.

Die Einlagerung in einem solchen Lagerhaus ist generell günstiger als in einem Selfstorage-System, allerdings wird Ihnen das Umzugsunternehmen sowie für das Ein- als auch das Ausräumen eine Gebühr berechnen. Ein weiterer Nachteil ist, dass Sie nur auf Anmeldung Zugriff zu Ihrem Eigentum erhalten – daher eignet sich diese Variante nur, wenn Sie Ihre Möbel wirklich für eine längere Zeit nicht benötigen.

Wer Kunstgegenstände oder Antiquitäten einlagern möchte, kann dies ebenfalls bei einem professionellen Anbieter tun. Dieser sorgt sowohl für das passende Klima als auch für höchste Sicherheitsstandards, sodass Ihre Schätze gut aufbewahrt und geschützt sind.

Als Temporär- oder Dauerlösung: Lagercontainer mieten

Sie bauen gerade Ihr Haus um, wollen Ihre Möbel nur kurz zwischenlagern und haben einen grossen Garten? Dann könnte ein Container die richtige Wahl für Sie sein. Der Container wird direkt zu Ihnen geliefert und wird natürlich auch wieder bei Ihnen abgeholt. Gegebenenfalls kann er auch für längere Zeit gemietet und in einer Lagerhalle untergebracht werden. Container bieten Platz für fast den gesamten Hausrat, sind allerdings auch nicht gerade günstig.

Denken Sie daran, einige Offerten einzuholen und die Örtlichkeiten gegebenenfalls zu besichtigen, bevor Sie sich für den Anbieter Ihres Vertrauens entscheiden!

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Quelle: homegate.ch

Text: Nadine Ellis

Rampen, Handläufe und besseres Licht erhöhen die Wohnsicherheit

Die meisten Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer hegen den sehnlichen Wunsch, möglichst lange daheim wohnen zu können. Nicht wenige von ihnen sind jedoch irgendwann in ihrer Mobilität eingeschränkt. Spätestens dann wird die altersgerechte Aufrüstung des Hauses zum Thema. Idealerweise denkt man bereits darüber nach, wenn ohnehin ein Umbau geplant ist. Geschieht dies ums Pensionsalter herum, ist möglicherweise auch der Zeitpunkt gekommen, die Nutzung des Gebäudes grundsätzlich zu überdenken und es allenfalls weiterzuentwickeln. Stehen keine Renovationen an – oder fehlt das Geld dafür, kann man kleinere, kostengünstige Massnahmen ins Auge fassen. Was im Einzelfall zu tun ist, hängt von den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie von den baulichen Gegebenheiten ab.

Niveauunterschiede überwinden

Die grösste Herausforderung im Alter stellen meist Niveauunterschiede dar. Die einfachste Massnahme besteht darin, einen Handlauf anzubringen oder den bestehenden mit einem zweiten zu ergänzen sowie die Kanten der Treppenstufe mit einer Kontrastfarbe zu kennzeichnen. Eine um einige Treppenstufen erhöhte Eingangstür kann auch mit einer Rampe zugänglich gemacht werden. Falls diese Massnahmen nicht ausreichen, empfiehlt sich der Einbau eines Treppenlifts. Alternativ kann sich die in ihrer Mobilität eingeschränkte Person in jenes Wohngeschoss zurückziehen, das auf dem gleichen Niveau, wie die Haustür liegt. Dies setzt voraus, dass sich auf dieser Etage die Küche, eine Nasszelle mit Duschmöglichkeit sowie ein Schlafzimmer oder zumindest das Wohnzimmer mit abtrennbarer Schlafecke befinden.

Weg mit den Stolpergefahren

Die übrigen Hindernisse im Haus sind einfacher zu beseitigen: Türschwellen können mit einer kleinen Rampe versehen werden. Eine Gleitschutzunterlage oder ein Klettverlegeband an der Unterseite freiliegender Teppiche verhindert, dass diese wegrutschen, wenn man auf sie tritt. Freiliegende Kabel stören nicht mehr, wenn sie in einem mit Klebeband fixierten Kabelkanal gebündelt werden. Von Möbeln, die im Weg stehen und den freien Durchgang verhindern, trennt man sich am besten – ganz besonders, falls sie scharfe Kanten aufweisen.

Anpassungen im Bad

Besondere Tücken bietet das Bad. So rutscht man auf nassen Böden gern aus. Aufklebbare Antirutschstreifen sorgen für Halt. Sicherheit geben auch Lförmige Haltegriffe beim WC, in der Dusche bzw. bei der Badewanne. Eine WC Sitzerhöhung erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen. Wer eine Badewanne hat, kann mit einem Badebrett sicherer einsteigen. Noch bequemer wird es mit einem Badelift, der einen sanft in die Wanne herunterlässt und wieder heraufhebt. Je nach Wannen bzw. Körpergrösse kann zudem ein Wannenverkürzer hilfreich sein. Er verhindert, dass man unfreiwillig nach unten taucht. In der Dusche ist ein aufklappbarer Duschsitz ratsam. Eine wichtige Rolle spielt die Beleuchtung, da die Sehkraft im Alter nachlässt und die Augen empfindlicher auf Blendlicht reagieren. Hilfreich ist eine bessere Beleuchtung besonders dort, wo «gearbeitet » wird: im Lesesessel etwa oder in der Küche. Indirektes Licht wiederum entlastet die Augen. Im Schlafzimmer sollte entweder der Lichtschalter vom Bett aus bequem erreichbar sein oder ein Bewegungsmelder installiert werden, der das Licht automatisch einschaltet. Kleine Massnahmen wie diese bringen bereits viel, sagt Stefan Tschachtli, Leiter der von Procap betriebenen Fachstelle Hindernisfreies Bauen Bern: «Schon einfache Mittel können den Wohnkomfort und die Sicherheit so stark erhöhen, dass Wohneigentümer noch etliche Jahre länger zuhause wohnen können.»

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Quelle: Home Sonderbeilage

Wassersparen ja – aber richtig!

Bisher leidet die Schweiz nicht an Wassermangel. Doch das lebensnotwendige Gut wird immer kostbarer. Ein Grund mehr, respektvoll damit umzugehen. Der Verbrauch in Haus und Garten lässt sich relativ einfach senken. Den virtuellen Wasserverbrauch könnten wir durch bewussteren Konsum eindämmen.

Rund 142 Liter Trinkwasser pro Person und Tag fliessen in der Schweiz durch die Leitungen der Haushalte. Davon werden gerade mal 3 Liter zum Trinken und Kochen gebraucht. Der weitaus grösste Teil wird für die Toilettenspülung benötigt, gefolgt von der Körperhygiene. Da gibt es Sparpotenzial, auch für Mieter. Hier die wichtigsten Tipps zum Thema Wassersparen.

Toilettenspülung optimieren

Alte Spülkästen verbrauchen beim Spülen bis zu 14 Liter Wasser, neue Modelle 3 bis 6 Liter. Tipps fürs Wassersparen: Benützen Sie moderne Spülkästen. Bei der Variante mit Start-Stopp-Taste benützen Sie nur so viel Wasser, wie nötig. Ist der Spülkasten mit grosser und kleiner Taste ausgestattet, nützen Sie möglichst die kleine. Bei alten Kästen können Sie das Wasservolumen verringern, indem Sie einen Backstein hineinlegen.

Zum Trinken und Kochen brauchen wir nur rund 3 Liter Wasser pro Tag. Trotzdem fliessen alles in allem 142 Liter pro Person und Tag durch die Leitungen der Schweizer Haushalte. Bild © www.svgw.ch.

Duschen statt Baden, Wassersparen am Lavabo

Mit einem Vollbad verbraucht man an die 160 Liter Wasser, mit Duschen rund 70. Tipps fürs Wassersparen: Duschen Sie möglichst. Lassen Sie das Wasser nur laufen, wenn Sie es wirklich benötigen. Stellen Sie es beim Einseifen ab. Das gilt auch fürs Hände waschen, Zähne putzen und Rasieren am Lavabo. Sie sparen so bis zu 50%. Beachten Sie zudem den Abschnitt über Sparbrausen und Sparaufsätze bei Armaturen.

Wassersparen bei Waschmaschine und Geschirrspüler

Nutzen Sie möglichst Spar- oder Kurzprogramme und waschen Sie erst, wenn die Maschinen voll sind. Voll beladen benötigen sie praktisch gleich viel Wasser wie halbvoll. Zudem braucht ein gefüllter Geschirrspüler weniger Wasser als das Abwaschen von Hand. Verkneifen Sie sich Vorwaschprogramme, sie sind meist überflüssig. Überlegen Sie sich allenfalls, ob Sie ältere Maschinen durch neue ersetzen. Wenn Sie hier auf die höchste Energiesparklasse achten, haben Sie automatisch einen weit niedrigeren Strom- und Wasserverbrauch und sparen bei jedem Wasch- oder Spülgang bares Geld.

In der Küche fängt Wassersparen mit vermeintlichen «Kleinigkeiten» an

Hätten Sie gedacht, dass der Küchenspültisch der drittgrösste Wassersünder ist? Grund ist beispielsweise, dass wir Salat, Obst und Kartoffeln unter laufendem Wasser waschen, statt dafür eine Schüssel zu nehmen. Zudem sollten wir immer nur so viel Wasser erhitzen, wie wir wirklich benötigen. Falls wir eine Tasse Tee wünschen, braucht es dafür nicht eine halbe Pfanne voll Wasser, um dann das überflüssige in den Abguss zu kippen. Das Wassersparen beginnt aber auch dann, wenn wir den Wasserhahn laufen lassen, weil wir auf heisses Wasser warten. Wenn wir das kalte Wasser stattdessen einfangen, können wir es später für den Wasserkocher benützen oder die Giesskanne für das Bewässern der Blumen füllen. Nicht zuletzt seien tropfende Wasserhähne erwähnt, die täglich bis zu 20 Liter Wasser verschwenden. Hier gilt es, kaputte Dichtungen sofort auszutauschen.

Virtuelles Wasser – hier lohnt sich das Sparen wirklich!

Aber auch unser Konsum hinterlässt Spuren. Denn wir brauchen das Wasser ja nicht nur in Haus und Garten. Vielmehr wird es in weit grösserem Umfang auch für die Produktion von Nahrungsmitteln und Alltagsgütern benötigt. Dieses Wasser nennt man „virtuelles Wasser“, und für die Schweiz beläuft sich diese Rechnung auf 4200 Liter pro Person und Tag. Da virtuelles Wasser zum Grossteil importiert wird (und meist erst noch aus wasserarmen Regionen), sollten wir beim Kauf von Gemüse, Obst und Fleisch vermehrt auf Saisonalität und Regionalität achten.

Quelle:

homegate.ch

Gabi Hophan

Tipps und Tricks für ein warmes Heim im Winter

Zu keiner Gelegenheit wird auf ein behagliches Zuhause mehr Wert gelegt als in der kalten Jahreszeit. Spätestens wenn die Außentemperaturen Minusgrade erreichen, stehen Gemütlichkeit und ein angenehm temperiertes Haus im Fokus. Die nachfolgenden Tipps zeigen auf, wie wir uns im Winter am besten warm halten.

Das richtige Heizen

Je mehr die Menschen in ihren Räumlichkeiten frieren, desto größer ist die Versuchung, den Heizkörper auf höchster Stufe laufen zu lassen. Hierbei wird angenommen, dass eine besonders heiß eingestellte Heizung eine entsprechend große Menge Wärme abstrahlt und den Raum dadurch schneller auf eine angenehme Temperatur erwärmt. Allerdings steigt hierdurch lediglich der Energieverbrauch. Es ist stattdessen völlig ausreichend, einen Wohnraum auf etwa 20 Grad zu heizen, um ein behagliches Wohlfühlklima zu erreichen. Für Arbeitsräume und Zimmer, in denen sich vor allem Kinder aufhalten, sind bis zu 22 Grad sinnvoll. Der Schlafbereich benötigt hingegen maximal 18 Grad, um einen gesunden Schlaf zu ermöglichen und gleichzeitig genügend Wärme abzugeben. Ein Raumthermometer gibt über die jeweilige Temperatur in den einzelnen Räumen Auskunft.

Fenster isolieren

Eine gute Isolierung ist von entscheidender Bedeutung für eine angenehme Temperatur im Raum. Fenster gelten hierbei häufig als die größte Schwachstelle. Vor allem Fenster in Altbauwohnungen lassen eine Menge Zugluft in den Raum und sorgen dadurch für niedrigere Temperaturen. Eine einfache Lösung besteht zunächst in der Anschaffung sogenannter Zugluftstopper. Die schmalen und lang gezogenen Rollen aus Stoff oder Plüsch liegen in vielen Wohnung auf den Fensterbänken, um zugige Stellen an den Fenstern abzudecken. Diese Lösung ist sicher praktikabel für kleine Schäden an alten Fenstern. Sie ist jedoch keine langfristige Option, um Zugluft nachhaltig zu vermeiden. Stattdessen sollten Fenster auf entsprechende defekte Stellen überprüft und diese isoliert werden, um in kalten Zeiten warme Räume ohne einen unnötig hohen Energieverbrauch zu haben.

Suppen und Getränke

Viele Menschen sparen gerne Heizkosten und regeln ihr Thermostat um einige Grad runter. Grundsätzlich ist dabei darauf zu achten, einen Raum nicht unterhalb 16 Grad zu heizen, da sonst langfristig ernsthafte Schimmelschäden durch die Feuchtigkeit aus der Luft entstehen können. Wer dies berücksichtigt, kann gerne eine kühlere Raumtemperatur wählen als der Durchschnitt und eventuelle Kälteempfindungen durch heiße Getränke ausgleichen. Zwischendurch eine heiße Tasse Tee oder eine leckere warme Suppe wirken Wunder und ermöglichen binnen Minuten ein wohliges Wärmegefühl, das sich schnell im ganzen Körper ausbreitet. Wer es gut verträgt, kann Ingwer in Tee oder Suppe geben. Die Knolle ist für ihre stoffwechsel- und durchblutungsfördernden Eigenschaften bekannt und sorgt für ein baldiges Wärmegefühl.

Kleidung und Decken

Der Klassiker bei der Erreichung eines angenehmen Wärmegefühls ist die entsprechende Bekleidung und natürlich bei Bedarf Decken. Viele Menschen sind der Meinung, sie müssten selbst im tiefen Winter lediglich mit einem T-Shirt bekleidet und darüber hinaus barfuß in ihrer Wohnung umherlaufen. Das ist natürlich bei entsprechender Wärmeentwicklung durch den Heizkörper durchaus möglich, jedoch reine Energie- und damit Geldverschwendung. Es spricht nichts dagegen, die Körperwärme durch dicke Wollsocken und einen gemütlichen, kuscheligen Pullover zu speichern. Und wer gerne stundenlang auf dem Sofa lümmelt, um gemütlich zu lesen, nimmt sich eine warme Decke und hat es in kürzester Zeit behaglich.

Heißes Bad

Viele Menschen kennen das Gefühl, bei klirrend kalten Außentemperaturen von einem langen Spaziergang nach Hause zu kommen und einfach nicht richtig aufzuwärmen. Weder ein heißes Getränk, noch eine doppelte Schicht Kleidung können daran etwas ändern. Es gibt jedoch eine einfache Methode, den Körper binnen weniger Minuten in einen wohlig warmen Zustand zu versetzen, der meist auch viele Stunden andauert. Die Rede ist von einem heißen Bad. Versetzt mit dem persönlichen Lieblingsduft gibt es häufig nichts Schöneres, um auf angenehme und entspannende Weise wieder warm zu werden. 20 Minuten sind hierbei völlig ausreichend. Die Wassertemperatur sollte jedoch nicht zu heiß gewählt werden, damit kein zu großes Ungleichgewicht zwischen Körper- und Wassertemperatur entsteht. Wer nicht gerne badet, erreicht ein vergleichbares Resultat mit einer schönen heißen Dusche.

Umbau planen: Renovieren mit System

Einen Umbau planen: Für immer mehr Leute wird dies zu einer dringenden Aufgabe. Zehntausende von Wohnhäusern sind in die Jahre gekommen. So reift der Gedanke, dem Haus mit frischer Farbe oder gar einem grösseren Umbau neuen Glanz zu verleihen. Doch Achtung vor Flickwerk! Von Beginn weg braucht es eine gute Planung.

Umbau planen – aber wie? So manches Renovations- oder Sanierungsprojekt beginnt zunächst ohne schlüssigen Plan. Die meisten Leute fangen auch nicht damit an, dass Sie in architektonischen Visionen schwelgen oder Luftschlösser bauen. Bernhard Lauper, Bauherrenberater beim Immopro AG in Zürich, sagt dazu: «In der Praxis gibt oft ein vermeintlich kleiner altersbedingte Schaden an einem Haus den Anstoss, über ein ‚Facelifting‘ fürs Eigenheim nachzudenken.» Ein Beispiel: Am Angang der Umbaugeschichte steht ganz einfach ein ärgerlicher Wasserrohrbruch. Das verlangt nach genaueren Nachforschungen zu den Ursachen. Plötzlich wundern sich dann die Bauherrschaften bzw. der Hauseigentümer: «Was haben wir mit diesen Abklärungen bloss für eine Lawine losgetreten!»

Umbau planen: Fehler Nummer 1

Als Fehler der gröberen Sorte bei Umbauten und Renovationen gelten überstürzte Entscheide. Gerade bei älteren Liegenschaften lohnt sich eine umfassende Analyse, was im Rahmen der bestehenden räumlichen Struktur und aufgrund von Planungs- und Baurecht überhaupt möglich und sinnvoll wäre. Es ist dann immer noch Sache der Bauherrschaft zu entscheiden. Entweder schöpft man Nutzungsreserven aus, oder man lässt es vorerst bei einer reinen Reparatur oder Instandhaltung des Gebäudes bewenden.

Umbau planen: Fehler Nummer 2

Einen zweiten schwerwiegenden Fehler begehen Bauherrschaften, wenn sie sich an die falschen Leute wenden. Vielleicht wird der nächstbeste Bauunternehmer einen rein oberflächlichen Umbau realisieren, ohne das Potenzial eines wahren Liebhaberobjekts überhaupt zu erkennen.

Weitere Informationen inklusive einer Checkliste finden Sie auf homegate.ch.

Quelle: Jürg Zulliger für homegate.ch
 

Hauskauf: Mit Kollegen eine Hausgemeinschaft gründen

Wer zusammen mit Kollegen oder Freunden eine Hausgemeinschaft gründen will, braucht eine gute Portion Idealismus. Wichtig sind auch Toleranz und faire Spielregeln. Sonst droht die Wohnfreundschaft in die Brüche zu gehen.

Eine Hausgemeinschaft gründen heisst, sich mit vielen Fachfragen auseinanderzusetzen: Immobilienmarkt, Hauskauf, Finanzierung, Eigentumsformen, bauliche und technische Themen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen haben ebenso viel Gewicht. Die «Chemie» muss stimmen, wie man zu sagen pflegt. Gute Voraussetzungen sind Toleranz einerseits, aber auch gewisse Spielregeln und eine gute Organisationsform.

Gemeinsamer Hausbesitz heisst geteilte Freude, manchmal auch geteiltes Leid. Wie soll man gemeinsame Aufgaben und Kosten fair verteilen? Wer kümmert sich um die Finanzen und verhandelt mit den Banken? Wer übernimmt die Fronarbeit im Garten, schneidet die Hecken? Wer bietet einen Monteur auf, wenn einmal die Heizung ihren Dienst versagt? «Eine Hausgemeinschaft gründen ist mit sehr viel Zeitaufwand verbunden. Wir mussten neben Geld viel Herzblut investieren», erzählt Jerome M., der mit Freunden zusammen in Uster eine Genossenschaft gegründet hat.

Hauskauf mit Kollegen: Welche Eigentumsform?

Wer sich mit anderen zusammentut, muss sich schon im Voraus überlegen, wie eng oder wie eigenständig die beteiligten Partner kooperieren wollen. Die wichtigen Weichen werden mit der Wahl einer bestimmten Organisations- bzw. Eigentumsform gestellt.

Das Gesetz sieht nur drei Varianten vor: Der Besitz einer Liegenschaft ist im Alleineigentum, Gesamteigentum oder Miteigentum möglich. Weit verbreitet sind solche Projekte in Form von Stockwerkeigentümergemeinschaften; juristisch gesehen ist aber Stockwerkeigentum eine Untervariante von Miteigentum.

Weitere Informationen

Quelle: Jürg Zulliger für homegate.ch

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