Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung: Wer zahlt den Schaden?

Tapete mit Loch, Brünneli mit Sprung, Parkett mit Schramme: Im Alltag sind wir immer wieder mit Schäden konfrontiert. Welche Rolle dabei Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung spielen und wie Sie einen Schaden am besten melden, erfahren Sie hier.

Manchmal passiert ganz viel ganz schnell. Und dann kostet es manchmal auch ganz schnell ganz viel. Hätten Sie gedacht, dass ein Kleinkind eine Wand zerstören kann? Die kleine Lily zum Beispiel braucht gerade 15 Minuten, um ihre kleinen Finger unter die Tapete zu schieben und ganze Streifen davon herunterzureissen. Bis jemand einschreitet, hat Lily die Hälfte einer Wand ihres Kinderzimmers freigelegt. 15 Minuten, die Sie als Mieter oder Mieterin einer Wohnung teuer zu stehen kommen können. Es sei denn, Sie sind versichert.

Haushalts- oder Privathaftpflicht – wer bezahlt das Loch in der Wand? freepik.com/denamorado

Welche Schäden werden durch die Hausrats- und Privathaftpflichtversicherung gedeckt?

Die Hausratsversicherung deckt Schäden, die an Ihren persönlichen Dingen im Haushalt, also etwa Möbeln, Kleider oder Ihrer Giacometti-Skulptur entstehen. Die Basisversicherung versichert normalerweise gegen Feuer, Elementarereignisse (also Ereignisse, auf die der Mensch keinen Einfluss hat, etwa Natureinwirkungen), Wasser und Diebstahl zu Hause. Allerdings kann der Hausrat auch gegen Diebstahl an anderen Aufenthaltsorten oder Verlust versichert werden.

Eine Privathaftpflicht kommt für Schäden auf, die Sie anderen zufügen. Wenn Sie mit Ihrem Velo Ihren Nachbar, der gerade mit seinen Einkäufen um die Ecke kommt, rammen und der in der Folge sein Bein eingipsen lassen muss – dann kommt Ihre Privathaftpflicht zum Zug. Oder eben, wenn Ihr Kind, das Eigentum Ihres Vermieters beschädigt. Sie sind also im Falle von Haftpflichtansprüchen Dritter an Sie geschützt.

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Quelle: homegate.ch

Text: Sandra Schweizer Csillany