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Wassersparen ja – aber richtig!

Bisher leidet die Schweiz nicht an Wassermangel. Doch das lebensnotwendige Gut wird immer kostbarer. Ein Grund mehr, respektvoll damit umzugehen. Der Verbrauch in Haus und Garten lässt sich relativ einfach senken. Den virtuellen Wasserverbrauch könnten wir durch bewussteren Konsum eindämmen.

Rund 142 Liter Trinkwasser pro Person und Tag fliessen in der Schweiz durch die Leitungen der Haushalte. Davon werden gerade mal 3 Liter zum Trinken und Kochen gebraucht. Der weitaus grösste Teil wird für die Toilettenspülung benötigt, gefolgt von der Körperhygiene. Da gibt es Sparpotenzial, auch für Mieter. Hier die wichtigsten Tipps zum Thema Wassersparen.

Toilettenspülung optimieren

Alte Spülkästen verbrauchen beim Spülen bis zu 14 Liter Wasser, neue Modelle 3 bis 6 Liter. Tipps fürs Wassersparen: Benützen Sie moderne Spülkästen. Bei der Variante mit Start-Stopp-Taste benützen Sie nur so viel Wasser, wie nötig. Ist der Spülkasten mit grosser und kleiner Taste ausgestattet, nützen Sie möglichst die kleine. Bei alten Kästen können Sie das Wasservolumen verringern, indem Sie einen Backstein hineinlegen.

Zum Trinken und Kochen brauchen wir nur rund 3 Liter Wasser pro Tag. Trotzdem fliessen alles in allem 142 Liter pro Person und Tag durch die Leitungen der Schweizer Haushalte. Bild © www.svgw.ch.

Duschen statt Baden, Wassersparen am Lavabo

Mit einem Vollbad verbraucht man an die 160 Liter Wasser, mit Duschen rund 70. Tipps fürs Wassersparen: Duschen Sie möglichst. Lassen Sie das Wasser nur laufen, wenn Sie es wirklich benötigen. Stellen Sie es beim Einseifen ab. Das gilt auch fürs Hände waschen, Zähne putzen und Rasieren am Lavabo. Sie sparen so bis zu 50%. Beachten Sie zudem den Abschnitt über Sparbrausen und Sparaufsätze bei Armaturen.

Wassersparen bei Waschmaschine und Geschirrspüler

Nutzen Sie möglichst Spar- oder Kurzprogramme und waschen Sie erst, wenn die Maschinen voll sind. Voll beladen benötigen sie praktisch gleich viel Wasser wie halbvoll. Zudem braucht ein gefüllter Geschirrspüler weniger Wasser als das Abwaschen von Hand. Verkneifen Sie sich Vorwaschprogramme, sie sind meist überflüssig. Überlegen Sie sich allenfalls, ob Sie ältere Maschinen durch neue ersetzen. Wenn Sie hier auf die höchste Energiesparklasse achten, haben Sie automatisch einen weit niedrigeren Strom- und Wasserverbrauch und sparen bei jedem Wasch- oder Spülgang bares Geld.

In der Küche fängt Wassersparen mit vermeintlichen «Kleinigkeiten» an

Hätten Sie gedacht, dass der Küchenspültisch der drittgrösste Wassersünder ist? Grund ist beispielsweise, dass wir Salat, Obst und Kartoffeln unter laufendem Wasser waschen, statt dafür eine Schüssel zu nehmen. Zudem sollten wir immer nur so viel Wasser erhitzen, wie wir wirklich benötigen. Falls wir eine Tasse Tee wünschen, braucht es dafür nicht eine halbe Pfanne voll Wasser, um dann das überflüssige in den Abguss zu kippen. Das Wassersparen beginnt aber auch dann, wenn wir den Wasserhahn laufen lassen, weil wir auf heisses Wasser warten. Wenn wir das kalte Wasser stattdessen einfangen, können wir es später für den Wasserkocher benützen oder die Giesskanne für das Bewässern der Blumen füllen. Nicht zuletzt seien tropfende Wasserhähne erwähnt, die täglich bis zu 20 Liter Wasser verschwenden. Hier gilt es, kaputte Dichtungen sofort auszutauschen.

Virtuelles Wasser – hier lohnt sich das Sparen wirklich!

Aber auch unser Konsum hinterlässt Spuren. Denn wir brauchen das Wasser ja nicht nur in Haus und Garten. Vielmehr wird es in weit grösserem Umfang auch für die Produktion von Nahrungsmitteln und Alltagsgütern benötigt. Dieses Wasser nennt man „virtuelles Wasser“, und für die Schweiz beläuft sich diese Rechnung auf 4200 Liter pro Person und Tag. Da virtuelles Wasser zum Grossteil importiert wird (und meist erst noch aus wasserarmen Regionen), sollten wir beim Kauf von Gemüse, Obst und Fleisch vermehrt auf Saisonalität und Regionalität achten.

Quelle:

homegate.ch

Gabi Hophan

Tipps und Tricks für ein warmes Heim im Winter

Zu keiner Gelegenheit wird auf ein behagliches Zuhause mehr Wert gelegt als in der kalten Jahreszeit. Spätestens wenn die Außentemperaturen Minusgrade erreichen, stehen Gemütlichkeit und ein angenehm temperiertes Haus im Fokus. Die nachfolgenden Tipps zeigen auf, wie wir uns im Winter am besten warm halten.

Das richtige Heizen

Je mehr die Menschen in ihren Räumlichkeiten frieren, desto größer ist die Versuchung, den Heizkörper auf höchster Stufe laufen zu lassen. Hierbei wird angenommen, dass eine besonders heiß eingestellte Heizung eine entsprechend große Menge Wärme abstrahlt und den Raum dadurch schneller auf eine angenehme Temperatur erwärmt. Allerdings steigt hierdurch lediglich der Energieverbrauch. Es ist stattdessen völlig ausreichend, einen Wohnraum auf etwa 20 Grad zu heizen, um ein behagliches Wohlfühlklima zu erreichen. Für Arbeitsräume und Zimmer, in denen sich vor allem Kinder aufhalten, sind bis zu 22 Grad sinnvoll. Der Schlafbereich benötigt hingegen maximal 18 Grad, um einen gesunden Schlaf zu ermöglichen und gleichzeitig genügend Wärme abzugeben. Ein Raumthermometer gibt über die jeweilige Temperatur in den einzelnen Räumen Auskunft.

Fenster isolieren

Eine gute Isolierung ist von entscheidender Bedeutung für eine angenehme Temperatur im Raum. Fenster gelten hierbei häufig als die größte Schwachstelle. Vor allem Fenster in Altbauwohnungen lassen eine Menge Zugluft in den Raum und sorgen dadurch für niedrigere Temperaturen. Eine einfache Lösung besteht zunächst in der Anschaffung sogenannter Zugluftstopper. Die schmalen und lang gezogenen Rollen aus Stoff oder Plüsch liegen in vielen Wohnung auf den Fensterbänken, um zugige Stellen an den Fenstern abzudecken. Diese Lösung ist sicher praktikabel für kleine Schäden an alten Fenstern. Sie ist jedoch keine langfristige Option, um Zugluft nachhaltig zu vermeiden. Stattdessen sollten Fenster auf entsprechende defekte Stellen überprüft und diese isoliert werden, um in kalten Zeiten warme Räume ohne einen unnötig hohen Energieverbrauch zu haben.

Suppen und Getränke

Viele Menschen sparen gerne Heizkosten und regeln ihr Thermostat um einige Grad runter. Grundsätzlich ist dabei darauf zu achten, einen Raum nicht unterhalb 16 Grad zu heizen, da sonst langfristig ernsthafte Schimmelschäden durch die Feuchtigkeit aus der Luft entstehen können. Wer dies berücksichtigt, kann gerne eine kühlere Raumtemperatur wählen als der Durchschnitt und eventuelle Kälteempfindungen durch heiße Getränke ausgleichen. Zwischendurch eine heiße Tasse Tee oder eine leckere warme Suppe wirken Wunder und ermöglichen binnen Minuten ein wohliges Wärmegefühl, das sich schnell im ganzen Körper ausbreitet. Wer es gut verträgt, kann Ingwer in Tee oder Suppe geben. Die Knolle ist für ihre stoffwechsel- und durchblutungsfördernden Eigenschaften bekannt und sorgt für ein baldiges Wärmegefühl.

Kleidung und Decken

Der Klassiker bei der Erreichung eines angenehmen Wärmegefühls ist die entsprechende Bekleidung und natürlich bei Bedarf Decken. Viele Menschen sind der Meinung, sie müssten selbst im tiefen Winter lediglich mit einem T-Shirt bekleidet und darüber hinaus barfuß in ihrer Wohnung umherlaufen. Das ist natürlich bei entsprechender Wärmeentwicklung durch den Heizkörper durchaus möglich, jedoch reine Energie- und damit Geldverschwendung. Es spricht nichts dagegen, die Körperwärme durch dicke Wollsocken und einen gemütlichen, kuscheligen Pullover zu speichern. Und wer gerne stundenlang auf dem Sofa lümmelt, um gemütlich zu lesen, nimmt sich eine warme Decke und hat es in kürzester Zeit behaglich.

Heißes Bad

Viele Menschen kennen das Gefühl, bei klirrend kalten Außentemperaturen von einem langen Spaziergang nach Hause zu kommen und einfach nicht richtig aufzuwärmen. Weder ein heißes Getränk, noch eine doppelte Schicht Kleidung können daran etwas ändern. Es gibt jedoch eine einfache Methode, den Körper binnen weniger Minuten in einen wohlig warmen Zustand zu versetzen, der meist auch viele Stunden andauert. Die Rede ist von einem heißen Bad. Versetzt mit dem persönlichen Lieblingsduft gibt es häufig nichts Schöneres, um auf angenehme und entspannende Weise wieder warm zu werden. 20 Minuten sind hierbei völlig ausreichend. Die Wassertemperatur sollte jedoch nicht zu heiß gewählt werden, damit kein zu großes Ungleichgewicht zwischen Körper- und Wassertemperatur entsteht. Wer nicht gerne badet, erreicht ein vergleichbares Resultat mit einer schönen heißen Dusche.